04082012-201    Sheila

 

Sheila wurde als "Baghira vom Mühlenfließ" am 3.September 2007 geboren.

Als wir sie am 28.Oktober in der Nähe von Berlin abholten, war klar, dass auch Sheila einmal einen Wurf haben sollte. Als sie allerdings mit 9 Monaten an einer Boreleose-Impfung fast gestorben wäre, hatten wir das Thema Welpen abgeschrieben. Sie hat ab da nur noch die Impfungen bekommen, die der Gesetzgeber für Auslandsaufenthalte vorschreibt, obwohl sie damals nach 6 Monaten wieder ganz gesund war.

Um aber die tollen Eigenschaften von Sheila in Welpen weiter zu geben, haben wir uns zu diesem Wurf entschlossen. "Nelson vom Leinetal", ein bildschöner Kerl, wurde als Rüde ausgesucht. Diese Internetseite zeigt, dass er sein Handwerk versteht.

Leider wurde für die Geburt dann ein Kaiserschnitt nötig, nachdem Sheila 24 Stunden erfolglos Wehen hatte. Unsere Tierärztin hat einen tollen Job gemacht und nach 2 Stunden war alles gut. Sheila hat diesen Eingriff sehr gut überstanden und ab sofort alle Welpen super versorgt.

 

 

 

 

 

Sheila – eine ganz besondere Hündin

 

Nach dem Tod unserer Eurasierhündin Bjelka wurde ganz schnell klar, dass es ohne Hund nicht geht. Über wen sollte man stolpern? Wer leckt uns pünktlich wie eine Funkuhr morgens aus dem Bett? Wer freut sich auf uns, wenn man mal muffig ist und kuschelt, wenn man traurig ist?

Die Erkenntnis, dass das Andenken an Bjelka von einem neuen Hund nichts zu befürchten hat, brachte uns Stunden und Tage auf Webseiten von Eurasierzüchter und Vereinen. Es kam nur ein Eurasier in Frage, da gab es nach Bjelka keinen Zweifel.

Nach einiger Zeit fanden wir einen Wurf in der Nähe von Berlin, der uns von den Bildern gefiel.  Wir starteten sofort mit unserem Wohnmobil in Richtung Berlin, da nur noch ein Welpe frei war.

In einem schönen Garten etwas außerhalb der Stadt begrüßten uns drei Teddybären,  die dort der Bepflanzung den letzten Schliff gaben.  Alle Blumen hatten sich auf ein horizontales Wachsen verlegt und dennoch sahen viele ganz geplättet aus.  Als wir die  Gartenpforte hinter uns geschlossen hatten, war nur noch einer der Welpen da und beäugte uns interessiert mit seinen Knopfaugen.

Das Züchterehepaar begrüßte uns und wir erfuhren, dass genau dieser Welpe, eine Hündin, noch zu verkaufen sei. Man sollte sich nur schnell entschließen, weil noch jemand anderes angerufen hatte.

Wir  waren uns wortlos sofort darüber klar, dass dieses kleine Plüschtier  unser  Familienmitglied wird. Wir verlebten einen schönen Nachmittag mit den Welpen und den Züchtern. Da Brigitte selbst schon Eurasier in ihrem 1.ten Leben gezüchtet hatte, gab es ganz viel zu erzählen. Zum Abschied brachte uns der Züchter zum Auto, mit etwas feuchten Augen.

Nun war Baghira vom Mühlenfließ unser Hund. Wir tauften sie in Sheila um, weil man Sheila  einfach besser ruft und wir den Namen mögen.

Sheila hatte eine gute Auffassung und erlernte die wichtigsten Dinge in kurzer Zeit. Da wir selbstständig arbeiten, gab es nie Zeiten wo sie lange allein sein musste. Auf allen Messen, Events, Coachings war sie mit dabei, weil sie immer wusste wie sie sich zu verhalten hat. Ein entspanntes Leben von Mensch und Tier.

Als Sheila ca. neun Monate alt war, trafen wir eine Entscheidung, die ihr fast das Leben kostete. Es gab in dieser Zeit viel Zecken bei uns und wir wollten Sheila vor einer Boreleose Erkrankung  schützen, wie es bei den Tierärzten angepriesen wurde. Ein verhängnisvoller Fehler,  wie sich kurz nach der Impfung herausstellte. Kaum war die Nadel aus dem Hund,  fing Sheila an zu husten und keuchen. Am Abend wurde es dann so schlimm, dass wir erneut zum Tierarzt mussten. Es war ein anaphylaktischer Schock.

In dieser Nacht fuhren wir dreimal zum Arzt, der in letzter Konsequenz ein Antihistamin spritzte. Danach ging es Sheila etwas besser.

Am nächsten Tag mussten wir nach Lüneburg, wo wir auf einem Stadtfest unseren Magnetschmuck ausstellten. Mit grummeligem Bauch traten wir diese Reise an, weil wir den Zustand von Sheila nicht einschätzen konnten. Dass wir letztlich zwölf Tage dort angeschraubt wurden,  erklärt im Nachhinein unser Grummeln.

Am  Samstag verschlechterte sich Sheila`s Zustand wieder und so fuhren wir nachts von Lüneburg zu einer uns bekannten Homöopathin  in Celle. Ohne Ergebnis. Sonntag blieb Brigitte mit Sheila im Wohnmobil. Ein Anruf bei der Auskunft machte klar, dass Hilfe in Lüneburg direkt nicht zu finden sei, es gab laut Auskunft keine Tierklinik, wir mussten 15 Kilometer nach Oerzen fahren,  wo es eine kleine Klinik geben sollte. An diesem Sonntag konnten wir dort niemanden erreichen, da aber ein längerer  Transport  von Sheila nicht mehr möglich war, entschieden wir uns Montag als erster Patient dort zu sein. Nach einer ganz schlimmen Nacht folgten die Tage des Grauens.

Die Diagnose der ersten Untersuchung hörte sich wie ein Todesurteil an. Die Röntgenbilder zeigten einen Pneumotorax und ein Lungenemphysem der übelsten Art. Die Ärzte hatten keine Hoffnung und machten uns auch keine. Brigitte ist Krankenschwester und wusste, was uns und Sheila erwartete.

Wir baten die Ärzte, alles was in ihren Möglichkeiten stand, in die Wege zu leiten. So begannen drei Ärzte ohne große Hoffnung um Sheila`s Leben zu kämpfen.  Zuerst wurde eine medikamentöse Therapie begonnen. Hier hatten wir quälende Stunden zu warten, ob sich etwas an Sheila`s Zustand  veränderte. Da Sheila nicht besser wurde, eher schlechter auf Grund der abnehmenden Kondition, entschlossen sich die Ärzte, Sheila diese Nacht in der Klinik unter Beobachtung zu halten.

Wir parkten unser Wohnmobil auf einer Wiese direkt an der Klinik, gaben widerwillig unseren Hund ab und waren alleine, unendlich zu zweit alleine. Wie will man sich gegenseitig trösten? Es war ein katastrophaler Fehler der Werbung  der Chemieindustrie Glauben zu schenken und so dumm, wir denken,  dümmer geht es nicht. Aber alles Schlechte  hat etwas Gutes, unser Kampfgeist erwachte.

Schon in der Wartezeit am Nachmittag hatten wir Sheila 2 Tiermagnete ans Halsband montiert. Wissenschaftlich erwiesen ist, Magnete verbessern die Durchblutung und die Fließfähigkeit des Blutes, somit tritt eine bessere Versorgung  und Entschlackung bei Organismen wie  Mensch und Tier ein.

Diese Nacht dauerte gefühlte 48tausend Stunden. Der erste Hahnenschrei, wir waren auf einem ländlichen Areal, erwischte uns schon an der Kliniktür.

Auch die Ärzte waren heute früher in den Puschen und schlossen uns auf.

Die gute Nachricht, Sheila hatte die Nacht überlebt.

Die schlechte Nachricht gab es auch:  gegen Mitternacht hatten die Ärzte Sheila operieren müssen, um die Lunge zu entlasten. Sie hatten ihr einen Schlauch in die Lunge geschoben und damit begonnen den Eiter aus ihrer Lunge zu ziehen.

Aber sie lebte. Sheila hatte begonnen um ihr Leben zu kämpfen.

Da nun nur noch Warten angesagt war, einigten wir uns, Sheila mit zu uns ins Wohnmobil zu nehmen und die Behandlung mit Hausbesuchen fortzusetzen.

Wir bekamen einen Stromanschluß für unser WoMo und waren so auf Dauer autarg. Das Wetter war hervorragend und Sheila konnte so draußen sein und die frische Landluft atmen, die ist besser als Klinikluft. Drei bis vier Hausbesuche brachten jedes Mal 100ml Eiter aus der Lunge, klar eine Entlastung, aber keine Heilung.

Die einsilbigen Dialoge zwischen den Ärzten und uns sahen so aus.

Die Frage: wird sie es packen und überleben und was können wir tun??????

Die Antwort: sie hat keine Chance und müsste schon tot sein, allein das sie kämpft,  lässt uns weiter therapieren. Um ehrlich zu sein, es gibt keine Hoffnung.

Aber auch wir hatten das Messer zwischen den Zähnen und wollten kämpfen und außerdem ist erst alles vorbei, wenn der letzte Atemzug ausgeatmet ist.

In meinem Team hatte ich eine Reikimeisterin und Lehrerin für diese Energie- arbeiten. Ich habe sie angerufen, ihr die Sachlage erklärt und um Hilfe gebeten. Sie sagte, sie werde an  fünf Tagen hintereinander um 22 Uhr  Sheila Energie schicken und wir sollten beobachten was passiert, um am nächsten Morgen zu telefonieren.  Den Ärzten sagten wir nichts, um deren Tätigkeit nicht mental zu belasten.

Es war an diesem ersten Tag nach der OP von Sheila. Es war genau 22 Uhr. Sheila war draußen vor dem WoMo auf ihre Decke, als sie sich plötzlich hinlegte, sich ausstreckte und ihr kurzatmiges Hecheln beendete und plötzlich ganz ruhig atmete. Die Augen hatte sie geschlossen und der ganze gequälte Körper schien tiefenentspannt. Nach ca. 5 Minuten veränderte sie wieder ihre Lage, die Atmung und die Körperhaltung bekamen wieder  die typischen Züge einer  schweren Krankheit, wenn auch nicht mehr ganz so krass. Die Nacht verlief ruhig, Sheila schlief draußen und wir waren bei ihr.

Der nächste Morgen begann mit einem ungläubig aussehenden Arzt der Sheila erblickte. Ich dachte, Sheila sei gestorben, sagte er, als ich hierher kam. Eilens holte er eine Spritze und zog den Eiter aus ihrer Lunge, der sich nachts gebildet hatte. An diesem Tag kamen alle Ärzte einmal um den Eiter zu ziehen, aber auch einen Blick auf Sheila zu werfen. Das Sheila noch lebte, schien alle zu wundern,  aber auch riesig zu freuen.

Bei einem Anruf mit Moni erklärten wir,  wie die Energie gewirkt hatte.

Auch an diesem Abend wurde es auch wieder 22 Uhr und wie am Vorabend legte sich Sheila entspannt hin und  empfing die Energie. Diesmal glaubten wir, dass die Energie sie ein ganz klein wenig entspannter werden ließ als am Vortag.

Nach einer ruhigen Nacht mit etwas weniger Keuchen und Husten, kam ein neuer Morgen mit erstaunten Ärzten, 100ml Nachteiter und einer neuen Röntgenaufnahme. Tatsächlich hatte sich das Emphysem ganz leicht verbessert. Die Ärzte fragten sich, wo nimmt Sheila diese Kraft her und diesen Kampfgeist um ihr Leben.

Inzwischen wurden wir wie Familienmitglieder behandelt, bekamen frisches Gemüse, Salat und Obst aus dem Garten des Arztehepaares. Wie wir in einem Gespräch erfuhren, gibt es in Lüneburg sehr wohl eine große Tierklinik. Deshalb waren alle erstaunt, wieso wir gerade in Oerzen gelandet waren. Die Telefonauskunft hatte uns diese kleine Klinik genannt, weil wir für Sheila  eine Zweigstelle des Himmels brauchten.

Das Telefonat mit Reiki Moni war erstaunlich. Sheila hatte mit ihr kommuniziert, sie wolle und wird leben und dafür kämpfen.

So vergingen die Tage und  wir machten kleine Fortschritte mit Sheila, erste Minispaziergänge,  jeden Abend Reiki, 3 mal täglich Eiter ziehen, dessen Menge sich nun ständig reduzierte. Am 11.ten Tag waren die Ärzte soweit mit ihrer Aufgabe fertig, sie konnten den Schlauch ziehen. Eine Abschlussuntersuchung zeigte, dass der Rest von Sheila selbst geschafft werden muss. Eine Garantie, dass sie ganz gesund würde, gab es aber nicht. Wir sollten uns in einigen Wochen nochmals vorstellen.

Ca. 4 Wochen später fuhren wir nach Lüneburg. Sheila`s Gesundheitszustand war extrem gut.  Die Lunge war gesund und hatte sich wieder voll entfaltet, keine Entzündungspotentiale mehr und sie war auch wieder voller Tatendrang.

Wir danken hier noch einmal dem Team der Tierklink in Oerzen für ihre Unterstützung, auch im Namen von Sheila.

Wenn wir zu Hause waren, musste Sheila jede Nacht ein- bis zweimal raus. Wenn wir im Wohnmobil reisten, war das nicht so. In der ersten Nacht in der Box in Oerzen hatte sie auf ihre Decke gepinkelt, weil sie durch die ganzen Infusionen öfter raus musste und niemand zum rechten Zeitpunkt da war. Das hatte bei ihr ein Trauma hinterlassen. Wir konnten ihr nicht dieses Gefühl  geben, dass sie nun keine Not mehr hat raus zu gehen, wenn nötig. Deshalb ging sie lieber weiterhin präventiv zu früh. Dann lernten wir  über eine Freundin in Österreich  Elisabeth kennenlernten, eine mentale Heilerin.

Wir baten sie, dieses Thema mit Sheila zu bereinigen. Es war ca. 1 Woche später als uns auffiel, dass uns Sheila nachts nicht mehr weckte. Elisabeth hatte das Thema mit Sheila aufgelöst.  Von Elisabeth wissen wir auch, dass Sheila uns die Impfung verziehen hat. Sheila dankt uns jeden Tag mit ihrer Liebe, dass wir sie in der schwierigen Krankheitszeit für sie da waren.

Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde…………………..

 

Nach ca. 3,5 Jahre haben wir uns dann getraut, mit Sheila einen Wurf zu haben. Wir wollten von ihr einen Welpen haben.  Fünf sind es geworden, einer schöner als der andere. Alle haben tolle neue Familien, mit denen wir Freundschaften pflegen. Ein kleines Bilderbuch von unserer  Sheila mit ihrem A-Wurf zeigt unsere Webseite.

                               

www.eurasier-vom-baerencamp.de